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Reportage Louise Aston

Lebensmotto

„Freies Leben, freies Lieben“ nach diesem Motto lebt Louise Aston. Ich hatte die Ehre diese beeindruckende Dame einen Vormittag lang zu begleiten. Ich bekam einen sehr persönlichen und tiefen Einblick in ihre Person und ihr Privatleben.

Es ist früh am Morgen an einem seichten Sommertag. Die Sonne scheint vom wolkenlosen Himmel herab. Es weht ein erfrischend kühler Wind und der Duft der Rosenhecken, welche das gesamte Anwesen umgeben, umspielt meine Nase. Louise empfängt mich lächelnd an einem großen, schwarzen, verschnörkelten Metalltor, welches zu Ihrem Anwesen führt. „Hallo Frau Heinrich. Ich begrüße sie recht herzlich auf meinem Anwesen. Bitte treten sie doch ein“. Louise und ich reichen uns zur Begrüßung die Hand. Ich bin überrascht: Ihr Händedruck ist kräftig und bestimmt; anders als man es ei einer Dame, solch zierlicher Statur, erwartet hätte. Ich bedanke mich für die Einladung und betrete ihr großes, sehr gepflegtes Grundstück. Der Rasen im Vorgarten ist gleichmäßig gestutzt, verschiedenste Blumen und Sträucher sorgen für ein wunderschönes Farbenspiel und schmeicheln der Elfenbeinfarbenen Villa in der Mitte des Grundstücks. Wir laufen auf einem schmalen Kieselweg nebeneinander zu Ihrem mit Stuck verzierten Haus hinauf. Louise wirkt ausgeglichen, fröhlich und sehr herzlich. Dennoch ist ihr Gang bestimmt und Selbstbewusst; sie strahlt eine unglaubliche Stärke und Standhaftigkeit aus.

An der Haustür angekommen führt sie mich in Ihr Wohnzimmer „Ich Ihnen etwas zu trinken anbieten? Ich habe frisch gebrühten Tee, Kaffee oder Stilles Quellwasser.“ „Vielen lieben Dank, ich hätte gerne eine Tasse Tee.“ Louise verschwindet in der Küche und ich habe Zeit meine ersten Eindrücke zu verarbeiten und mir das Wohnzimmer genauer anzuschauen. Es ist recht klein, wenn man die große des Anwesens bedenkt. Die Couch auf die ich mich gesetzt habe steht in der Mitte des Raumes auf einem Perserteppich. Ein Sekretär und 5 prall gefüllte Bücherregale nehmen drei Wände des Raumes ein. Persönliche Gegenstände sind in diesem Raum kaum vorhanden; nur ein paar Portraits Louises Kinder zieren die Oberfläche eines kleinen Beistelltischs. Louise betritt mit ihrem sanften und doch bestimmten Gang den Raum und reicht mir eine Tasse dampfenden Minztee. „Literatur spielt in ihrem Leben eine große Rolle, nicht wahr?“, frage ich, den Blick auf die verschiedenen literarischen Werke im Bücherregal gerichtet. „Ja, durch Literatur lasse ich mich inspirieren, ich kann mich ausdrücken und meine Gedanken und Ansichten verbreiten. Wissen sie, viele meinen, man könne sich mit Worten nie exakt ausdrücken und sehen dies als Nachteil. Ich allerdings sehe es als Vorteil: Es regt meine Leser zum Nachdenken an, sie versuchen zwischen den Zeilen zu lesen und sich in mich hineinzuversetzen. Durch diesen Gedankenprozess verfestigt sich der gelesene Text im Geiste meiner Leser. Dies ist der erste Schritt zu selbstständigen, unabhängigen Denken.", antwortet sie ernst. "Sie meinen mit ihren Lesern hauptsächlich Frauen, wenn ich das richtig deute?" "Sie deuten dies tatsächlich richtig." Louises Miene ist ernst

Ich sehe wie sie sich das Thema zu Herzen nimmt.

Ich erinnere mich an die Gerüchte, die ich über sie gehört habe. "Eine zweifach geschiedene Frau, uneheliche Kinder, welche Schande!", "Sie legt Wort gegen die Religion, somit auch gegen den Staat ein! Man sollte sie des Landes verweisen!", solche und ähnliche, verurteilender Ausrufe fand und findet man immer noch zu Hauf in Magdeburg. Nun sitze ich hier uns sehe eine zierliche 30 jährige Dame vor mir, fröhlich, selbstbewusst und fest im Leben stehend. Ich frage mich, wie man so eine wunderbare, bewundernswerte Frau beschimpfen und verurteilen kann. "Frau Aston, in Ihrem Gedicht "Lebensmotto" schreiben sie, dass  sie sich den Zwängen des Lebens und des Liebens entzogen haben bzw. den Zwängen, die ihnen auferlegt wurden. Es freut mich definitiv, dass sie ihr Gleichgewicht im Leben gefunden haben, das steht außer Frage! Aber haben sich die Opfer tatsächlich gelohnt, welche sie für "Freies Lieben und freies Leben", erbringen mussten?" Louise denkt kurz nach, dann nimmt sie einen Schluck aus ihrer Teetasse und beginnt zu antworten: "Ich muss ihnen ganz ehrlich sagen, dass ich nichts bereue, was ich getan habe. Ich sehe nichts Schlechtes in dem was ich getan haben soll. Es ist mir möglich, unglücklichen Frauen zu helfen und Ihnen, sofern sie sich darauf voll und ganz einlassen, ein unglaublich schönes leben zu bescheren. Grenzen sind notwendig um Frieden zu garantieren, allerdings engen sie auch ein, vor allem wenn sie unangebracht sind. Ich verurteile Niemanden, der Staat macht seine Arbeit, die Kirche macht ihre Arbeit; ich versuche lediglich dem System zu einer Verbesserung zu verhelfen. Ich bleibe dem  Leben und dem Lieben treu, aber hauptsächliche bleibe ich mir treu. Das ist mein Lebensmotto. Dieses Motto möchte ich teilen, wenn ich damit nur einer jungen Dame helfen kann, weiß ich, dass alle erbrachten Opfer ihren Sinn hatten und ich nichts zu bereuen habe."

Ich bedanke mich für Louises ehrliche Antwort; der Tee ist ausgetrunken und Louise begleitet auf dem Weg durch den Vorgarten bis zum schwarzen Metalltor. Hier habe ich sie zuvor das erste Mal getroffen und meine positiven ersten Eindrücke von dieser Frau haben sich lediglich verfestigt. Sie ist stark, ausgeglichen, unglaublich warmherzig und keinesfalls unüberlegt. Ihr Handeln hat ein Sinn. Sie trägt zu einer Verbesserung des Systems bei und bringt die Emanzipation auf beeindruckende Weise voran. Mehr möchte ich dazu nicht sagen, jeder sollte sich nun selbst ein Bild von ihr machen, denn sich selbst Gedanken zu machen und "zwischen den Zeilen zu lesen (...) ist der erste Schritt zum selbstständigen und unabhängigen Denken." - Louise Aston.

E. Heinrich

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