Norddeutschland Aktuell - Helgoland

X

  Einloggen
  Login
Logge dich mit deinem Login-Namen und Passwort ein, um Zugriff auf alle Skrippy-Funktionen zu bekommen.
Klicke hier um dich neu zu registrieren oder hier falls du dein Passwort vergessen hast.
    • Benutzername
Norddeutschland Aktuell NORDDEUTSCHLAND AKTUELL
NORDDEUTSCHLAND AKTUELL
Impressum SCHLIESSEN

Projektliste SCHLIESSEN

  Autorenprofil
Visitenkarte des hauptverantwortlichen Autors:

Online-Zeitung
kostenlos erstellen
  Melden
  Inhalt melden
Mit diesem Formular kannst du objektiv bzw. rechtlich unangebrachte Inhalte auf dieser Seite an die Moderation melden.
  Teilen

Folgende Zeitungen aus der Rubrik

Lokales

könnten dich interessieren
1NORDDEUTSCHLAND AKTUELL 2Bremen 3Lübeck 4Helgoland 5Lübeck 6Helgoland 7Rostock 8Lübeck 9Oldenburg 10Bremen
Seite 1/10

Der Krimi um das Steinkistengrab

Helgoland, 18. August 2014 - Die Geschichte des Helgoländer Steinkistengrabes klingt wie ein Archäologie-Krimi.

Mit Spannung erwarten die Helgoländer dieser Tage eine Schiffsladung aus der Hauptstadt.
Jahrzehntelang war das Helgoländer Steinkistengrab aus der Bronzezeit in Vergessenheit geraten. 1893 auf der Hochseeinsel ausgegraben, wurde es wenig später nach Berlin gebracht und galt nach dem Zweiten Weltkrieg als verloren. Erst 2008 wurde es per Zufall wiederentdeckt. Heute stehen die auf den ersten Blick unscheinbar wirkenden Steinplatten im Neuen Museum in Berlin direkt neben ägyptischen Sarkophagen. Nun soll das Grab auf die rote Felseninsel zurückkehren - jedoch nur als Nachbildung. Am Samstag, den 30. August wird ab 15.00 Uhr die Einweihung (die Festansprache hält Frau Dr. Alix Hänsel vom Museum für Vor- und Frühgeschichte der Staatlichen Museen zu Berlin) am Museum Helgoland groß gefeiert; am gleichen Tage findet dann später im Rahmen des „Amüseums“ bei Musik, Essen und Trinken sowie Unterhaltung für Klein und Groß die Abrundung des Festes statt.

„Wir machen das älteste Stück Helgoländer Kultur wieder sichtbar“, sagt der Leiter des dortigen Museums, Jörg Andres. Das Grab datieren Experten auf das 16. Jahrhundert vor Christus, also frühere Bronzezeit. Mehr als 70.000 Euro hat die Replik gekostet - finanziert vom Museum Helgoland, von der Kulturstiftung des Landes Schleswig-Holstein und privaten Unterstützern.
„Es ist das einzige Relikt, das den Reichtum der bronzezeitlichen Bewohner Helgolands durch den Abbau der dortigen Kupfervorkommen dokumentiert“, sagt Marion Bertram, Kuratorin im Berliner Museum für Vor- und Frühgeschichte. Heute gebe es auf Helgoland keine Spuren der Bronzezeit mehr. „Umso wichtiger ist es, dass der Ursprung und die Bedeutung dieser Steinkiste rekonstruiert werden konnten“, erklärt sie.

Rückblende: Auf Helgoland-Karten aus dem 17. Jahrhundert waren noch mehrere Hügelgräber aus der Bronzezeit verzeichnet. „Wir gehen davon aus, dass sie bei schweren Sturmfluten zerstört wurden“, berichtet Andres. Offiziell geöffnet wurden nur zwei. Das eine im Jahre 1849 durch den Gründer des Seebades Helgoland, Jacob Andresen Siemens, doch davon sind nach Angaben des Museums Helgoland nur noch Mini-Fragmente in Kopenhagen erhalten.

Der Chemiker Hermann Otto Wilhelm Olshausen grub 1893 das zweite Grab aus. In der 2 mal 2,50 Meter großen Steinkiste lag ein männlicher Leichnam mit Schmuckbeigaben. Wer dieser Mann genau war, weiß bis heute niemand. Aber Andres ist sich sicher: „Das war ein sehr aufwendiges Grab. Deshalb muss es eine hochgestellte, wohlhabende Person gewesen sein.“
Die außergewöhnlichen Funde wurden nach Berlin transportiert. Das Skelett und die Beigaben waren schon kurze Zeit später nicht mehr auffindbar. Die Steinplatten wurden im Martin-Gropius-Bau aufgestellt, der im Zweiten Weltkrieg jedoch getroffen wurde und niederbrannte. Während des Kalten Krieges stand der Bau einsturzgefährdet an der Grenze zum Ostsektor und durfte nicht betreten werden. Was mit dem Grab geschehen war, war unklar.
„Auch das Wissen über diese Steine ging verloren“, sagt Andres. Denn als in den späten 50er Jahren in den Trümmern des Gropiusbaus eine Holzkiste mit Steinplatten gefunden wurde, fanden sich dazu keine Unterlagen mehr. Schließlich endete das Steinkistengrab im Schlosspark Charlottenburg - datiert auf die Steinzeit, falsch zusammengesetzt, ohne Ortsbezeichnung. Auch der Helgoländer Museumsleiter Andres war 2005 zufällig dort - ohne zu ahnen, an welcher Besonderheit er gerade vorbeispaziert war.
Erst als der Umzug des Museums für Vor- und Frühgeschichte in das Neue Museum in Berlin anstand, wurde die wahre Herkunft wiederentdeckt. „Fachleute merkten, das stimmt alles nicht“, berichtet Andres. Sie fanden in Archiven die richtigen Papiere wieder. Eine Bohrung gab Sicherheit: Das Gestein stammt von Helgoland.

Das Interesse auf Helgoland an dem Stück Geschichte ist groß. „Dass wir das Original nicht wiederbekommen, ist völlig klar“, sagt Andres. „Es ist ja auch eine tolle Werbung für Helgoland, wenn in Berlin auf der Museumsinsel Millionen Besucher vorbeilaufen.“ Deshalb kam die Idee auf, das Grab nachzubauen. Dafür wurde es nachts im Museum dreidimensional gescannt.

Die Schiffsladung mit dem Grab wird auf der Hochseeinsel am Dienstag, den 19. August erwartet. Dann beginne der Aufbau im Freigelände des Museums, berichtet Andres. „Das Steinkistengrab soll dort - wenn möglich - noch die nächsten 4000 Jahre stehen.“


Text: Jörg Andres, Museumsleiter Helgoland

Lade Seiteninhalt...



Das könnte dich auch interessieren: ONLINE Zeitungen - neue und beliebte Artikel aus dieser Rubrik


Autofahrer übersieht Fahrradfahrer
Zwölfjähriger Bub verletzt

Am Freitag, den 27. August stieß ein 50-jähriger Autolenker an der Kreuzung zur Lindenstraße in Dösseldorf mit einem Fahrradfahrer zusammen. Der 12-jährige Jakob B. war auf dem Nachhauseweg von der Schule mit seinem Fahrrad. Dabei dürfte der Jugendliche an der Kreuzung die Rechtsregel nicht beachtet haben. Der Bub knallte m...

Vom 27.04.2020 09:27 Uhr    Verlag: pet.mo


Personalisierte Holzprodukte
Wir gravieren Dein Firmenlogo



Vom 16.04.2020 01:27 Uhr    Verlag: PEGIN Einzelhandel


Interview mit Frau Schkölziger
von Caroline

Wie alt bist du? Fast 50Wo arbeitest du? Im ArbeitsamtWarum arbeitest du hier? Weil ich das ganz toll finde und es mir viel Spaß machtWas machst du hier? Ich versuche, das jedes Kind eine Arbeit bekommtIst die Arbeit schwierig oder leicht? Sie ist leicht aber man muss sehr viel laufen.Gefällt dir die Arbeit? Ja, sie gefällt mir sehr gutWie...

Vom 28.01.2020 11:32 Uhr    Verlag: Montessorischule Leipzig


Interview mit Simon vom Wachdienst
Bericht und Fotos von Aaron und Tim

Wie alt bist du? 10 JahreWo arbeitest du? WachdienstWarum arbeitest du hier? Ich wollte es ausprobierenWas machst du hier? Ich gebe den anderen Kindern BetriebssportIst die Arbeit schwierig oder leicht? Manchmal ist es gut und manchmal schlechtGefällt dir die Arbeit? Ja sehr gutWie lange brauchst du für eine Arbeit hier? Ich brauche 2 – 3 ...

Vom 28.01.2020 11:32 Uhr    Verlag: Montessorischule Leipzig


Werbung
für die Stadführung

Kennen Sie die Stadt noch nicht richtig? Kein Problem - für die Stadtführung mit Taxi oder Bus! Lernen sie die Stadt neu und besser kennen. Nutzen Sie unser Angebot! Sie können auch ihren eigenen Führerschein machen, das kostet nur 8 Mäuse!Nutzen Sie das Angebot!!!!!

Vom 28.01.2020 11:31 Uhr    Verlag: Montessorischule Leipzig