Rainbow LifeStyleMagazin Germany - Exotische Pflanzen / Schloß Murnau

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Rainbow LifeStyleMagaz... Rainbow 03/2018
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Exotische Pflanzen

Die Farbenpracht und Formenvielfalt der Pflanzenwelt forderte Künstler geradezu heraus, an Blumen und Blüten Inspiration zu schöpfen und das Gesehene zu Papier zu bringen. Als zu Beginn des 20. Jahrhunderts die Aufzucht und der Import immer neuer Blumenarten aus fernen Ländern alltäglich wurden, erweiterte sich für die Maler der Moderne das Motivrepertoire um neue, faszinierende Pflanzen.

Emil Nolde (1867–1956) und Karl Schmidt-Rottluff (1884–1976) teilten diese Faszination besonders. Exotische Zierpflanzen, die zwar in Europa kultiviert, ursprünglich aber aus Asien sowie Nord-und Mittelamerika eingeführt wurden, waren bei den Expressionisten genauso beliebt wie blühende Kakteen und andere Sukkulenten, die die Künstler selbst auch sammelten.

Pflanzen und Blumen führten Emil Nolde bereits im ersten Jahrzehnt des 20. Jahrhunderts zu seinem wichtigsten Ausdrucksmittel in der Malerei, der Farbe: „Die Farben der Blumen zogen mich unwiderstehlich an, und fast plötzlich war ich beim Malen“. Dabei waren ihm Pflanzen, die er auf seiner Südsee-Reise oder im Botanischen Garten in Berlin entdeckte, ebenso Inspirationsquelle wie der heimische Garten und seine Kakteensammlung.

Die Begeisterung dafür teilte auch Noldes zweite Frau Jolanthe, deren Fotografien von Kakteen ebenfalls in der Ausstellung zu sehen sind.

 

 

 



Im Sommer 1906 besuchte Schmidt-Rottluff Nolde in dessen Haus auf der Ostseeinsel Alsen, wo sie die Bauerngärten in der Umgebung malten. Beide teilten die Liebe zur Natur und Schmidt-Rottluff bewunderte Nolde für seine „Farbenstürme“. Er selbst begann sich jedoch erst in den 1920er Jahren intensiv den Blumenmotiven zu widmen und legte den Fokus vor allem auf die Form, die er durch markante Linien nachzeichnete. Ihn interessierte das „stille Leben der Dinge“, das sich in den Arran- gements von Blumen in Vasen und Töpfen zeigt, die in ihrer Vereinzelung den Charakter von Stillleben annehmen.Beide Künstler zählen zu den größten Aquarellisten des 20. Jahrhunderts, die in diesem Medium die optimale Ausdrucksform für ihre Darstellungen fanden. Nolde konnte hier sein Bestreben nach Unmittelbarkeit und Spontanität umsetzen. Durch schnelle, gezielt gesetzte Pinselstriche schuf er leuchtende Farbverläufe, die sich auf dem Papier zu Blättern und Blüten entfalten. Auch Schmidt-Rottluff schätzte die schnelle Umsetzbarkeit der Technik, die es erlaubt, Gesehenes unmittelbar auf dem Papier festzuhalten und dabei die Zartheit und Flüchtigkeit des Motivs zu bewahren.

Rainbow 03/2018 Exotische Pflanzen / Schloß Murnau
Rainbow 03/2018 Exotische Pflanzen / Schloß Murnau
Rainbow 03/2018 Exotische Pflanzen / Schloß Murnau
Rainbow 03/2018 Exotische Pflanzen / Schloß Murnau

Vielen Dank für die Blumen!

Welches Geburtstagskind freut sich nicht über Blumen? Das Schloßmuseum Murnau hat sichergestellt, dass es zu seinem 25-Jährigen Blumen in Hülle und Fülle bekommt, und zwar besonders haltbare. Wenn die Ausstellung endet, werden die Sträuße, Stillleben und Rosenbüsche noch immer in voller Blüte stehen, handelt es sich doch um Blumen-Bilder aus aller Welt. „Unsere Partner, darunter Museen, Kunst-Institutionen und Privatsammlungen, haben uns mit ihren Leihgaben wunderschöne Geburtstagsüberraschungen bereitet“, so Museumsleiterin Dr. Sandra Uhrig. Zu sehen sein werden etwa Werke von Brücke-Maler Ernst Heckel, von Dora Hitz, Max Beckmann, Emil Nolde, Andy Warhol sowie zeitgenössischen Künstlern wie Markus Lüpertz oder Lars Breuer.

Das Schloßmuseum Murnau widmet sich seit seiner Gründung im Jahr 1993 hauptsächlich dem Expressionismus und besonders der in Murnau gegründeten Künstlervereinigung „Der Blaue Reiter“. Den Schwerpunkt der Dauerausstellungen bilden die Werke der Wahl-Murnauerin Gabriele Münter und ihrer Mitstreiter Wassily Kandinsky, Franz Marc oder Alexej von Jawlensky, die, von der Landschaft aber auch der Volkskunst des Voralpenlandes inspiriert, häufig einen starken Bezug zum Blauen Land aufweisen. Zum Geburtstag hat man sich indes ganz bewusst für einen stil- und epochenübergreifenden Exkurs in die Welt der Blumenbilder und Stillleben entschieden.

Bis 11.11.2018, Schloßmuseum Murnau, schlossmuseum-murnau.de

Rainbow 03/2018 Exotische Pflanzen / Schloß Murnau

Franz Radziwills „Stillleben mit Fuchsie“ von 1938 eröffnet den Blick durchs Fenster
(Foto: Kunsthalle Emden, VG Bild-Kunst, Bonn 2018)

Rainbow 03/2018 Exotische Pflanzen / Schloß Murnau

Bis 19.08.2018
Landesmuseum f. Kunst u. Kulturgeschichte
Oldenburg, landesmuseum-ol.de

Bilder: Oben: Emil Nolde: Schwertlilien und Mohn / Exotische Blüten (rotviolett, orange, gelb) / Chinafigur und Amaryllis © Nolde Stiftung Seebüll /
Unten: Karl Schmidt-Roffluff: Dahlien und Aschantifigur, 1929 / Blassgelbe Gladiolen, 1929, Brücke-Museum Berlin, © VG Bild-Kunst, Bonn 2018

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