Rainbow LifeStyleMagazin Germany - Das Junge Rheinland

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Rainbow LifeStyleMagaz... Rainbow 01/2019
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Rainbow 01/2019 Das Junge Rheinland
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Das Junge Rheinland

Am 24. Februar 2019 jährt sich zum 100. Mal die Gründung der Künstlervereinigung Das Junge Rheinland. Der Düsseldorfer Kunstpalast erinnert in einer 120 Gemälde, Skulpturen und Arbeiten auf Papier sowie zahlreiche Dokumente umfassenden Ausstellung noch bsi zum 2. Juni 2019 an diese Gruppierung. Dem Jungen Rheinland gehörten bis 1933 über 400 Künstlerinnen und Künstler an, von denen viele aus Düsseldorf und der näheren Umgebung stammten. Neben der Malerei, Grafik, Bildhauerei, Angewandten Kunst und Architektur waren im Jungen Rheinland auch Dichtung und Schauspielkunst vertreten. Als Mitglied der Künstlervereinigung beschrieb Max Ernst rückblickend den gemeinsamen „Durst nach Leben, Poesie, nach Freiheit, dem Absoluten, nach Wissen“ als „zu schön, um wahr zu sein.“

Das Junge Rheinland veranschaulicht eine besonders lebendige Phase der rheinischen Kunstentwicklung. Das 100-jährige Gründungsjubiläum ist uns ein willkommener Anlass, auf die wechselvolle Geschichte dieser Gruppe zurückzublicken, die das Kunstleben der Stadt Düsseldorf und der Region in bedeutender Weise mitgeprägt hat“, erklärt Felix Krämer, Generaldirektor Kunstpalast. „Unser Haus ist mit seinen umfangreichen Sammlungsbeständen ein ganz wesentlicher Teil dieser Geschichte.“

Das Junge Rheinland hatte sich unmittelbar nach dem Ende des Ersten Weltkrieges in Folge eines Aufrufs des Dichters Herbert Eulenberg (1876–1949), des Malers Arthur Kaufmann (1888–1971) und des Illustrators und Schriftstellers Adolf Uzarski (1885–1970) als ein Sammelbecken für Künstler und Intellektuelle verschiedenster Fachrichtungen formiert. Das Spektrum der Mitwirkenden spiegelte von Beginn an eine große stilistische Vielfalt an progressiven und konservativen Stilrichtungen wider. Dem Publikum wurden in den Ausstellungen des Jungen Rheinland Werke von rheinischen Expressionisten wie Walter Ophey sowie von Vertretern der ausklingenden Düsseldorfer Malerschule wie Fritz Westendorp, aber auch Arbeiten von jungen Künstlern wie Jankel Adler, Ernst Gottschalk oder Otto Pankok sowie von jung verstorbenen Künstlern wie August Macke oder Wilhelm Lehmbruck präsentiert.

Die Ausstellung veranschaulicht die Komplexität und Interdisziplinarität dieser heterogenen Künstlervereinigung durch eine Auswahl der im Jungen Rheinland aufscheinenden künstlerischen Positionen. Den Kernbereich bilden Werke von 12 exemplarisch ausgewählten Protagonisten wie Otto Dix, Max Ernst, Wilhelm Kreis, Carl Lauterbach, Heinrich Nauen, Lotte B. Prechner, Karl Schwesig, Adolf Uzarski, Erwin Wendt, Walter von Wecus, Gert H. Wollheim und Marta Worringer.

Es handelt sich um Künstlerinnen und Künstler, deren Entwicklung die Schlüsselfragen der Geschichte des Jungen Rheinland beispielhaft veranschaulichen: die traumatische Kriegserfahrung, die entweder zur Politisierung oder zu introvertierter Selbstbesinnung führen konnte, die Konflikte um fortschrittliche und moderate künstlerische Haltungen, die Marginalisierung von Frauen, das Aufeinandertreffen unterschiedlicher Generationen, das Beziehungsgeflecht zwischen Akademie, Museum und freien Künstlern, das Aufkeimen des Faschismus und die unterschiedlichen Reaktionen darauf.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 



Die wachsenden Konflikte zwischen avantgardistischer Programmatik, politischem Engagement und dem täglichen Existenzkampf, die das Leben der Kunstschaffenden in der Weimarer Republik prägte, fanden im Jungen Rheinland ihren Ausdruck in öffentlich werdenden Streitigkeiten, in Austritten oder Abspaltungen sowie einer Auflösung mit anschließender Neugründung. In jedem Fall markiert die Geschichte des Jungen Rheinland markiert für die Kunststadt Düsseldorf einen wesentlichen Augenblick künstlerischer und intellektueller Freiheit, der die Weimarer Jahre der deutschen Geschichte auch in Düsseldorf bis zu ihrem jähen Ende 1933 strahlen ließ.

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1 August Macke: Vier Mädchen, 1913 (Foto: Kunstpalast, Horst Kolberg) / 2 Gert H. Wollheim: Abschied von Düsseldorf, 1924 (Nachlass des Künstlers, Foto: Kunstpalast, Horst Kolberg) / 3 Heinrich Nauen: Kapuzinerkresse in einer Glasvase, um 1925 (Foto: Kunstpalast, Stefan Arendt) / 4 Karl Schwesig: Selbstbildnis im Karneval, 1930 (Nachlass Karl Schwesig / Galerie Remmert und Barth, Foto: Stefan Arendt) / 5 Lotte B. Prechner: Epoche, 1928 (Friedrich-Ebert-Stiftung e.V.,Nachlass Lotte B. Prechner, Foto: Friedrich-Ebert-Stiftung e.V.)

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kunstpalast.de

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