Rainbow LifeStyleMagazin Germany - Mensch-Maschinen: „Körperwende“

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Rainbow LifeStyleMagaz... Rainbow 01/2019
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Mensch-Maschinen: „Körperwende“

Als 1908 der Film „The Thieving Hand“ entstand, hatte der Filmemacher keine Vorstellung davon, wie schnell Prothesen und Mensch-Maschinen sich in der Zukunft entwickeln würden. Diese filmische Fantasie einer kleptomanen, sich verselbstständigten Hand steht am Anfang der Ausstellung „Körperwende – von NamJune Paik bis Hiroshi Ishiguro“, die bis 5. Mai 2019 im NRW-Forum Düsseldorf zu sehen ist. Die Ausstellung beschäftigt sich anhand von künstlerischen Positionen aus über 50 Jahren mit Körpergrenzen und Körperbildern, dem Fremden und dem Eigenen und der Wahrnehmung des Körpers im Raum. Zwischen künstlicher Herstellung, imaginativer Offenheit und der Zerbrechlichkeit des Körpers, erzeugendie Arbeiten Stimmungen zwischen Verwunderung, Entfremdung, Angstlust und Schönheit.

Nam June Paiks „Robot K456“ war der erste nicht-menschliche Aktionskünstler der Geschichte. Er wurde speziell für Straßenaktionen entwickelt, bei denen er sich mehr oder weniger auffällig unter Passanten mischen sollten. In der Ausstellung sind Videoaufnahmen des Roboters zu sehen sowie Fotografien der Fotografin Erika Kiffl, die Paik mit seinen Roboter-Arbeiten auf der Biennale in Venedig 1993 zeigen.

Oscar Santillan beschäftigt sich in der Video-Arbeit „Phantom Cast“ mit der neurologischen Erfahrung der Phantomempfindungen, bei der das Gehirn versucht, nach einer Amputation sensorische Informationen aus dem fehlenden Körperteil zu sammeln. Das Video zeigt eine Performance, bei der die Hände und Finger einer Gruppe von Darsteller*innen ein Phantombein erspüren und umgestalten.

Ivana Bašić entlarvt mit ihrer Skulptur den “gesunden” Körper als ideologisches Konstrukt, wenn sie eine Wachsfigur ohne Füße und Oberkörper von der Decke hängen lässt. Ihre Wachsformen offenbaren unsere sozial konstruierten Vorstellungen von eingeschränkten Körpern, die in einem kapitalistischen System als fehlerhaft wahrgenommen werden.

Die futuristischen 3-D-Skulpturen von Nick Ervinck verbinden Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Die Cyborg-Skulpturen, die durch Einsatz modernster Computersoftware und 3D-Drucktechniken entstehen, sind von Robotern, Außerirdischen, Monstern und mysteriösen Kreaturen inspiriert und erinnern gleichzeitig an Helme, Schmuck, Masken und Skulpturen alter Hochkulturen wie die der Inka und der Maya.

Um die Spaltung zwischen Realem und Virtuellem, dem Fleisch und den Daten geht es in der VR-Arbeit von Martina Menegon. "Plug your nose and try to hum" ist eine Virtual-Reality-Installation, bei der Benutzer*innen von schwebenden Miniaturkörpern umgeben sind, die gegriffen, gestreckt und herumgeworfen werden können. Außerdem ist es möglich, mit dem 3D-Körper der Künstlerin zu interagieren, der sich zufällig in der Szenerie bewegt. Die virtuellen Körper schlagen eine synthetische Körperlichkeit vor, die ein Gefühl der Unheimlichkeit hervorruft, eine wahrnehmbare digitale Repräsentation, die trotz ihrer virtuellen Natur spürbar und fühlbar ist.

In Pinar Yoldas’ Arbeit „Artificial Intelligence for Governance, the Kitty AI“, ein postapokalyptisches, sozio-politisches und ökonomisches Manifest, hat eine künstliche Intelligenz in Form einer Katze die Weltherrschaft übernommen. Sie kommentiert vergangene Krisen von der Flüchtlingskrise bis zum Klimawandel und erklärt dem Besucher, warum KIs die Aufgaben der Regierung übernommen haben.

Der japanische Robotiker Hiroshi Ishiguro, der mit seinen menschenähnlichen Androiden weltweit Aufsehen erregt, hat mit „The Alter 3“ einen Androiden entwickelt, der eine ganze Oper dirigiert. „Alter 3“ ist Teil der Ausstellung, nachdem er das Stück „Scary Beauty“ mit dem japanischen Symphonieorchester im Kunstpalast im Rahmen des „HI, ROBOT! Das Mensch Maschine Festival“ dirigiert hat.
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Rainbow 01/2019 Mensch-Maschinen: „Körperwende“
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Bilder: 1 Oscar Santillan: Phantom Cast / 2 Nick Ervinck: Nesurak, 2016 /4 Pina Yoldas: The Kitty AI © Woidich, Hannes / 5 Scary Beauty / Keiichiro Shibuya (Foto: Kenshu Shintsubo)

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