Neue Zeit - Magazin - Heilpflanze des Monats: Wacholder

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Neue Zeit - Magazin Dezember 2018
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Dezember 2018

Die Heilkraft der Pflanzen nutzen

Wacholder

Neue Zeit - Magazin Dezember 2018 Heilpflanze des Monats: Wacholder Foto: Pixabay

Juniperus

 

Pflanze

Der Wacholder ist ein mehrjähriges, stacheliges Nadel-gehölz und gehört zur Pflanzenfamilie der Zypressen-gewächse. Der Gemeine Wacholder ist in Mitteleuropa die am häufigsten vorkommende der insgesamt rund 70 verschiedenen Arten. Wacholder wächst je nach Sorte kriechend bis aufrecht als Strauch oder säulenartig als 5 bis 12 Meter hoher Baum. An den stacheligen Zweigen sitzen spitze, nadelförmige Blätter. Die sehr robuste, winterharte Pflanze liebt sonnige Standorte und gedeiht am besten auf sandigen und kalkhaltigen, kargen Böden in Heide, Steppe oder Gebirgslagen. Die langsam wachsende Pflanze wird selten von Schädlingen befallen und kann mehrere hundert Jahre alt werden. Aufgrund des langsamen Wachstums ist ein vorsichtiger Rückschnitt der verholzten Teile zu empfehlen. Der Wacholder bildet nach der Blüte etwa erbsengroße Beeren (Zapfen) aus, die im ersten Jahr grün und im zweiten bis dritten Jahr je nach Sorte blau, blaugrün, blauschwarz oder rot werden. Das Gehölz verströmt einen balsamisch-würzigen und herb-süßlichen Duft. Wacholderbeeren schmecken herb-würzig bis leicht süßlich.

 

 

Geschichte  

Bereits in der Antike galt Wacholder als vielseitig verwendbares Heilmittel. Bei den alten Ägyptern wurde Wacholder zur Herstellung von Mundwasser verwendet. Die Germanen benutzten das Holz des Wacholderbaums zur Verbren-nung von Toten. Im Mittelalter glaubte man, mit Räuchern von Wacholderholz die Pest und böse Geister abwehren zu können. In Krankenzimmern wurde Wacholderholz zur Desinfektion auf Kohle verbrannt. Wacholder wurde auch zum Räuchern von Fisch, Fleisch und Wurstwaren verwendet. Neben seiner appetitanregenden und verdauungs-fördernden Wirkung wurde er zur Wundbehandlung und gegen Erkältungskrankheiten eingesetzt.

 

 

Inhaltsstoffe 

Ätherische Öle, Bitterstoff Juniperin, Betulin, Kampfer, Zitronensäure, Flavone, Pentosan, Phosphor, Gallussäure, Gerbstoff, Gerbsäure, Harz, Linolensäure, Mangan, Menthol, Oxalsäure, Terpineol, Umbelliferon, Zink

 

 

Wirkung

Wacholder wirkt antibakteriell, blutbildend, blutreinigend, harntreibend, schleimlösend, leicht schmerzstillend, ent-spannend, wärmend und schweißtreibend. Äußerlich angewendet heilt Wacholder schwer heilende und entzündete Wunden. Ein Bad mit Wacholdersud oder Wacholderöl eignet sich zur Behandlung von Muskelverspannungen, Rheuma, Krampfadern und Schuppenflechte. Der Sud von Wacholdertriebspitzen wird als Spül- und Gurgelmittel bei kleinen Verletzungen und Entzündungen der Mundschleimhaut, bei Zahnfleischentzündungen und zur Bekämpfung von Mundgeruch eingesetzt. Das Kauen der getrockneten Beeren wirkt verdauungsfördernd und hilft gegen Mund-geruch, Sodbrennen, Magenbeschwerden, Leberschwächeund Blasenentzündungen. Insbesondere bei Erkältungs-krankheiten und allen Erkrankungen der Atemwege ist ein Dampfbad mit Wacholderöl ein bekanntes und beliebtes Heilmittel. Wacholdertee eignet sich auch zur Behandlung von Menstruationsbeschwerden, Kopfschmerzen und Migräne.

 

Gegenanzeigen: Bei Schwangeren (Wehen können ausgelöst oder verstärkt werden) und bei Nierenentzündungen sollte auf die Anwendung von Wacholder verzichtet werden. Wacholderöl sollte nicht pur, sondern nur verdünnt verwendet werden (siehe auch Öl:). Wacholdertee sollte ebenfalls nur in Maßen getrunken werden. Die Anwen-dungsdauer von insgesamt 6 Wochen sollte nicht überschritten werden. Die Verwendung als Küchengewürz in kleinen Mengen ist unbedenklich.

 

 

Anwendungsformen

Verwendet werden neben den Beeren auch alle anderen Pflanzenteile wie Nadeln, Triebspitzen, Holz und Wurzeln des Wacholders. Am häufigsten kommen die getrockneten Beeren als Heilmittel oder als Küchenzutat zum Einsatz. Aus den Beeren kann im Wege der Wasserdampfdestillation ätherisches Öl gewonnen werden. Getrocknete Beeren sind mehrere Jahre haltbar, verlieren aber nach und nach an Aroma. Wacholderbeeren sind auch ein beliebter Roh-stoff zur Herstellung von Branntweinen wie Gin und Genever.

Für eine Kur mit Wacholderbeeren werden jeden Tag getrocknete Beeren zerkaut, bis sie leicht süßlich schmecken und heruntergeschluckt. Die Anzahl der Beeren beginnt mit einer Beere und wird täglich um eine Beere gesteigert, bis zur Anzahl von 15 Beeren am 15. Tag. Danach wird die Anzahl der Beeren wieder um jeweils eine Beere täglich verringert, bis man am 29. Tag wieder bei einer Beere angelangt ist.

 

Vorsicht: wegen der Verwechslungsgefahr mit giftigen Wacholderarten wird davon abgeraten, Beeren selbst zu sammeln.

 

 

Heilrezepte

Tee:

1 Teelöffel zerstoßene Wacholderbeeren mit 1 Tasse kochend heißem Wasser übergießen und 8 - 10 Minuten ziehen lassen. Danach abseihen und schluckweise trinken oder bei Halsschmerzen damit gurgeln. Je nach Bedarf 2 - 3 Tassen täglich über einen Zeitraum von 3 bis 4 Wochen trinken. Auf eine dauerhafte Anwendung sollte verzichtet werden.

 

Gurgel- oder Spüllösung:

Zubereitung siehe unter Tee. Zum Gurgeln oder Spülen abkühlen lassen.

 

Tinktur:

Etwa 1 bis 2 Hand voll Triebspitzen oder zerstoßende Wacholderbeeren in eine verschließbare Glasflasche oder einen Glasbehälter geben und mit 70%igem Alkohol aufgießen, bis die Pflanzenteile oder Beeren vollständig bedeckt sind. Das verschlossene Gefäß 2 – 3 Wochen an einem warmen, sonnigen Ort ziehen lassen. Danach abseihen und in eine dunkle Flasche füllen.

Die Tinktur eignet sich für Einreibungen bei Hauterkrankungen, Muskelverspannungen, Rheuma und Krampfadern. Als Zugabe für ein Teilbad wirkt sie beruhigend und lindert Gelenkentzündungen, rheumatische Beschwerden und Krampfadern. Innerlich angewendet ist sie hilfreich bei Appetitlosigkeit, Verdauungsbeschwerden und Entzündungen im Magen-Darmtrakt. 2 – 3 mal täglich 15 – 25 Tropfen vor den Mahlzeiten einnehmen.

 

Öl:

Ätherisches Wacholderöl sollte nur äußerlich angewendet werden. Es eignet sich zur Massage bei Muskelschmerzen und Muskelverspannungen und wirkt schmerzlindernd bei rheumatischen Beschwerden, Arthritis und Gicht. Einrei-bungen und Umschläge helfen bei schlecht heilenden Wunden, Hautkrankheiten und Krampfadern. Für Einreibungen mischt man 100 ml Mandel-, Distel- oder Jojobaöl mit 20 Tropfen Wacholderöl, bei Kindern 10 Tropfen auf 100 ml Öl. 4 – 6 Tropfen ins Wasser einer Duftlampe oder Verdampfungsschale desinfizieren die Raumluft und wirken lindernd bei Erkältungskrankheiten.

 

Vollbad:

Etwa 1 bis 2 Hand voll Wacholderbeeren zerstoßen und mit 1 Liter kochendem Wasser übergießen, ca. 20 Minuten ziehen lassen und den Sud ins Vollbad geben. Das Bad hat eine positive Wirkung auf die Atemwege und hilft bei Glieder- und Gelenkschmerzen. Bei Erkältungen ist es hilfreich, die aufsteigenden Dämpfe tief einzuatmen. Bei Stress und Depressionen wirkt ein abendliches Bad entspannend und beruhigend auf Körper und Geist.

 

 

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Heilkräuter und Heilpflanzen erleben nach einer Art Dornröschenschlaf derzeit ein großartiges Comeback. Viele Menschen sind es leid, Medikamente mit zum Teil riskanten Nebenwirkungen einzunehmen und suchen nach naturnahen Alternativen. Natürliche Heilmittel zeigen den Weg auf, wieder mehr Verantwortung für die eigene Gesundheit zu übernehmen. „Alle Wiesen und Matten,    alle Berge und Hügel sind Apotheken.“ Paracelsus a. D. 1530

 

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 Marion Fabijenna

 

 

 

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