Neue Zeit - Magazin - Heilkraut: Waldmeister

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Neue Zeit - Magazin Frühjahr 2019
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Die Heilkraft der Kräuter nutzen

Waldmeister

Neue Zeit - Magazin Frühjahr 2019 Heilkraut: Waldmeister Foto: Matthias Thiele

Galium odoratum

 

Pflanze

Waldmeister ist eine mehrjährige, krautige Pflanze mit einer Wuchshöhe von 5 bis 50 cm und gehört zur Pflanzenfamilie der Rötegewächse (Rubiaceae). Aus dem länglichen Rhizom wachsen glatte, vierkantige Stängel, an denen pro Stängel in größeren Abständen jeweils mehrere sternförmig angeordnete Blattstände auf sehr kurzen Stielen sitzen. Die 6-8 Blätter eines Blattstands sind spitz zulaufende Ellipsen und haben eine Länge von ca. 5 Zentimetern. Die Blütezeit ist je nach Region von Anfang April bis Anfang Juni. Die kleinen weißen Blüten mit jeweils 4 Blütenblättern verströmen einen zart-aromatischen Duft. Die Haupterntezeit für Waldmeister ist kurz vor oder während der Blühphase. Nach der Blütezeit entwickeln sich Klettfrüchte, die zerfallen und von Tieren verbreitet werden. Die Vermehrung geschieht entweder über Rhizomteilung oder durch Aussaat der Samen. Die Pflanze liebt schattige und halbschattige Standorte und einen feuchten, kalkhaltigen und nährstoffreichen Boden mit Humusanteil. Um Staunässe zu vermeiden, sollte der Boden durchlässig sein. Ansonsten ist Waldmeister eine anspruchslose Pflanze, die sich leicht verbreitet. Waldmeister ist in erster Linie in feuchten Auengebieten und schattigen Laubwäldern zu finden. Die Blätter haben einen charakteristischen, süßlich-würzigen bis leicht bitteren Geschmack.

 

  

Geschichte

Waldmeister galt schon in der Antike als Frühlingsbote, dem auch die Kräfte der Waldgötter zugeschrieben wurden. Bereits im 9. Jahrhundert wurde die bekannte Maibowle in einem Kloster in der Eifel erfunden, die zur Stärkung von Leber und Herz dienen sollte. Verwendet wurde Waldmeister auch als beruhigendes, krampflösendes und harn-treibendes Heilmittel und zur Linderung von Schlafstörungen. Durch das intensive Aroma wurden die Blätter auch gerne gegen Motten- und Insektenbefall in Kleiderschränken eingesetzt.

 

 

Inhaltsstoffe

Cumaringlycosid, Flavonoide, Gerbstoffe, Bitterstoffe, Lipide, Vitamin C

 

 

Wirkung

Seine Heilwirkung verdankt der Waldmeister in erster Linie dem enthaltenen Cumarin, welcher erst beim Trocknen sein volles Aroma und seine Wirkung entfaltet. Ähnlich wie Knoblauch reinigt Waldmeister die Blutgefäße und wirkt so gegen Bluthochdruck als Folge von Gefäßverkalkung. Der Verzehr von Waldmeister kann helfen, Herzinfarkten und Schlaganfällen vorzubeugen. Die Inhaltsstoffe wirken anregend auf Gallenfluss, Verdauung und Stoffwechsel. Innerlich angewendet wirkt er beruhigend, harntreibend und schweißtreibend. Durch die tonisierende Wirkung ist er geeignet, um Frühjahrsmüdigkeit zu vertreiben. Darüber hinaus kann Waldmeister in geringen Mengen helfen, Kopf-schmerzen und Migräne zu lindern. Wegen seiner antiseptischen Wirkung können frische Blätter auch äußerlich zur Wundheilung und bei leichten Verbrennungen eingesetzt werden.

 

Achtung: während der Blütezeit ist der Gehalt an Cumarin am höchsten. Cumarin in größeren Mengen kann Kopf-schmerzen, Übelkeit und Leberbeschwerden verursachen.

 

 

Anwendungsformen

Verwendet werden hauptsächlich die jungen und frischen Blätter ohne Stängel sowie die Blüten als Heilmittel oder als Küchenzutat. Weil Waldmeister erst durch Trocknen seine volle Wirkung entfaltet, lässt man ihn einige Tage welken und verwendet ihn, bevor er sich schwarz verfärbt. Waldmeisterblätter können durch Einfrieren länger halt-bar gemacht werden. Verwendet wird Waldmeister in kleinen Mengen für aromatische Süßspeisen, Getränke und Sirup. Die Höchstmenge von 3 Gramm pro Liter Flüssigkeit sollte nicht überschritten werden.

 

 

Heilrezepte

Tee:

1 Teelöffel getrocknete Blätter grob hacken und mit 1 Tasse kochend heißem Wasser übergießen und 5 - 7 Minuten ziehen lassen. Danach abseihen und schluckweise trinken. Alternativ kann man 1 Teelöffel getrocknete Blätter grob hacken und in einer Tasse mit kaltem Wasser 12 Stunden lang ziehen lassen, danach abseihen. Nach Belieben wird die Flüssigkeit entweder kalt getrunken oder vorher erhitzt. Maximal 2 Tassen pro Tag trinken. Auf eine dauerhafte Anwendung sollte verzichtet werden.

 

Wein:

Eine verschließbare Glasflasche zu einem Fünftel mit zerkleinerten Blättern füllen und komplett mit Wein auffüllen. Das verschlossene Gefäß 3 – 4 Wochen an einem warmen Ort ziehen lassen und danach kühl stellen. Ein Weinglas täglich eignet sich zur kurzzeitigen Behandlung von Herz-Kreislauf-Beschwerden, Durchblutungs- und Stoffwechsel-störungen sowie Verdauungsbeschwerden.

 

Likör:

Eine verschließbare Glasflasche zu einem Drittel mit zerkleinerten Waldmeisterblättern füllen und komplett mit Obstbrand auffüllen. Pro Liter Alkohol etwa 1 kg Zucker zusetzen und mehrmals schwenken. Das verschlossene Gefäß 3 4 Wochen an einem warmen Ort ziehen lassen und danach kühl stellen. Ein Likörglas täglich vor den Mahlzeiten eignet sich zur kurzzeitigen Behandlung von Verdauungsstörungen und ist hilfreich bei Frühjahrs-müdigkeit.

 

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Heilkräuter und Heilpflanzen erleben nach einer Art Dornröschenschlaf derzeit ein großartiges Comeback. Viele Menschen sind es leid, Medikamente mit zum Teil riskanten Nebenwirkungen einzunehmen und suchen nach naturnahen Alternativen. Natürliche Heilmittel zeigen den Weg             auf, wieder mehr Verantwortung für die eigene Gesundheit zu übernehmen. „Alle Wiesen und               Matten, alle Berge und Hügel sind Apotheken.“ Paracelsus a. D. 1530

 

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 Marion Fabijenna

 

 

 

 

 

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