Neue Zeit - Magazin - Heilkraut: Melisse

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Neue Zeit - Magazin Herbst 2019
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Melisse

Neue Zeit - Magazin Herbst 2019 Heilkraut: Melisse Foto: Pixabay

Melissa officinalis

 

Pflanze

Melisse ist eine mehrjährige, krautige Pflanze mit 40 bis 90 cm Wuchshöhe und gehört zur Pflanzenfamilie der Lippenblütler, Gattung Melissen. Melissa officinalis ist die bekannteste der vier Arten innerhalb dieser Gattung. Sie bildet kräftige Wurzelstöcke aus, die sich durch Ausläufer verbreiten. Die dünnen und aufrecht wachsenden Stängel sind leicht behaart und haben eine deutlich vierkantige Form. Die gezähnten Blätter sind oval bis herzförmig und haben eine je nach Sorte hellgrüne bis kräftig grüne Farbe. Sie haben eine Breite von 2 - 3 cm und eine Länge von etwa 5 cm. Die ätherischen Öle der Pflanze treten bei Berührung über Öldrüsen an beiden Blattseiten aus und haben eine kühlende Wirkung. Insbesondere beim Zerreiben der Blätter entfaltet sich ein feiner Duft nach Zitrone, weshalb die Pflanze auch Zitronenmelisse genannt wird. Die Blütezeit ist je nach Sorte von Juni bis August, in der weiße, gelbe oder bläuliche Blütenkelche ausgebildet werden. Die Erntezeit ist von Juni bis September, am besten jedoch noch vor der Blüte. Während die oberirdischen Pflanzenteile absterben, sind die kräftigen Wurzeln der Melisse winterhart. Kübelpflanzen sollten besser frostfrei im Gewächshaus überwintern oder zumindest mit Folie umwickelt werden. Im Herbst werden die Stängel zumeist in Bodennähe zurückgeschnitten und treiben im nächsten Frühjahr wieder aus. Die Vermehrung geschieht problemlos durch Ausläufer und auch durch Selbstaussaat. Die Pflanze liebt sonnige bis halbschattige Standorte und einen feuchten, durchlässigen und nährstoffreichen Boden mit Lehm- und Sandanteil. Auf ausreichende Bewässerung ist zu achten, jedoch verträgt die Pflanze keine Staunässe. Ansonsten ist die Melisseeine robuste und anspruchslose Pflanze, die sich schnell verbreitet. Um das Wachstum einzudämmen, werden entweder Wurzelsperren errichtet oder die Stängel samt Wurzel geerntet. Die Blätter haben einen kühlenden und leicht süßlich bis salzig-bitteren Geschmack mit feiner Zitronennote.

 

Geschichte

Die Melisse stammt ursprünglich aus dem östlichen Mittelmeerraum, wo sie als Heil- und Gewürzpflanze verwendet wurde. Mit den Mauren gelangte sie im 10. Jahrhundert nach Spanien. Von dort aus wurde sie zunächst im gesamten Mittelmeerraum und später auch nach Westasien und Mitteleuropa verbreitet. In Deutschland wurde Melisse erstmals von Mönchen in Klostergärten angebaut und als Heilpflanze verwendet. Bei den alten Griechen und Römern wurde Melisse als Heilmittel für Frauenleiden sehr geschätzt. Auch bei Melancholie und gegen Skorpionbisse und Insektenstiche wurde Melisse erfolgreich angewendet. Hildegard von Bingen empfahl Melisse gegen Melancholie, Nervosität und Schlafstörungen. Auch bei Zahnschmerzen und gegen Hundebisse fand Melisse als Heilmittel Verwendung. Anfang des 17. Jahrhundert wurde der heute fast weltweit bekannte Melissengeist von Mönchen entwickelt. Er ist auch heute noch ein geschätztes Mittel gegen Erkältung, Migräne, Magenbeschwerden und Frauenleiden.

 

Inhaltsstoffe

Ätherische Öle, Bitterstoffe, Gerbstoffe, Gerbsäure, Harz, Schleim, Glykosid, Saponin, Thymol und Vitamin C

 

Wirkung

Ihre Heilwirkung verdankt die Melisse in erster Linie den enthaltenen ätherischen Ölen, Gerbstoffen und Flavonoiden, die antibakteriell, antiviral, fungizid und schmerzstillend wirken und die Wundheilung fördern. Die Gerbsäuren und Bitterstoffe wirken krampflösend und entzündungshemmend. Bei Schlafstörungen und nervöser Unruhe wirkt ein Vollbad mit Melissenöl ausgleichend und beruhigend. Melisse hilft sowohl innerlich als auch äußerlich angewendet bei Erkältungskrankheiten, Kreislaufschwäche, Verdauungsbeschwerden und bei Koliken. Wegen der antiviralen Eigenschaften wird Melisse auch gerne gegen Lippenherpes verwendet. Einreibungen mit verdünntem Melissenöl sind hilfreich gegen Kopfschmerzen, Migräne, Schlafstörungen und Rheuma. Die ätherischen Öle wirken gleichzeitig anregend auf den Kreislauf und beruhigend auf das Nervensystem. Durch das feine Zitronenaroma hat Melissenöl eine erfrischende, belebende und stimmungsaufhellende Wirkung. Melissenöl eignet sich auch gut zur Blutreinigung und Blutverdünnung. Es wirkt erfrischend und belebend und ist hilfreich bei Reizbarkeit, Erschöpfung und Konzentrationsstörungen. 

 

Achtung: bei Schilddrüsenunterfunktion sollte auf die Anwendung von ätherischem Melissenöl verzichtet werden. Melisse gilt als gut verträgliches Mittel mit äußerst geringen Nebenwirkungen, jedoch sollte Melissentee nur in Maßen getrunken werden.

 

Anwendungsformen

Verwendet werden frische oder getrocknete Blätter als Heilmittel oder als Küchenzutat. Die Blätter kann man zu Tee, Tinktur, Öl und Badezusatz verarbeiten.

 

Heilrezepte

Tee:

1 Teelöffel zerkleinerte getrocknete Melissenblätter oder 1 Esslöffel zerkleinerte frische Melissenblätter mit einer Tasse kochend heißem Wasser übergießen. Zugedeckt 10 Minuten ziehen lassen und abseihen. Trotz der guten Verträglichkeit sollte auf eine dauerhafte Anwendung verzichtet werden.

 

Sud für Einreibungen und Umschläge:

Zubereitung siehe unter Tee. Vor der äußerlichen Anwendung abkühlen lassen. Umschläge mit Melissensud haben eine fiebersenkende Wirkung.

 

Sud für Dampfbäder:

Zubereitung siehe unter Tee. Zum Inhalieren der Dämpfe wird der Kopf über eine Schüssel mit heißem Melissensud gehalten und mit einem Handtuch abgedeckt.

 

Tinktur:

Geschnittene Blätter in eine verschließbare Glasflasche oder einen Glasbehälter geben und mit 70%igem Alkohol aufgießen, bis die Pflanzenteile vollständig bedeckt sind. Das verschlossene Gefäß 3 – 4 Wochen an einem warmen Ort ziehen lassen. Danach abseihen und in eine dunkle Flasche füllen. Die Tinktur eignet sich zur Behandlung von Appetitlosigkeit, Blähungen, Durchfall, Verstopfung und Krämpfen sowie zur Linderung von Nervosität und Schlafstörungen.

 

Öl:

Ätherisches Melissenöl darf nur äußerlich angewendet werden. Es eignet sich zur Hautregeneration bei kleineren Wunden, für Einreibungen bei Gicht, Rheuma und Menstruationsbeschwerden und für beruhigende Teilbäder. Hilfreich ist es auch bei Kopfschmerzen und beginnender Migräne. Für Einreibungen mischt man 100 ml Oliven-, Distel- oder Jojobaöl mit 20 Tropfen Melissenöl. 2 – 3 Tropfen ins Wasser einer Duftlampe oder Verdampfungsschale haben eine belebende Wirkung auf die Psyche.

 

Vollbad:

50 g frische Melissenblätter mit 1 EL Pflanzenöl in 1 Liter Wasser zum Kochen bringen und 20 Minuten ziehen lassen. Danach abseihen und den Sud ins Vollbad gießen. Das Bad hat eine beruhigende Wirkung auf das Nervensystem. Ein abendliches Bad hilft, Stress abzubauen und einen erholsamen Schlaf zu fördern.

 

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Heilkräuter und Heilpflanzen erleben nach einer Art Dornröschenschlaf derzeit ein großartiges Comeback. Viele Menschen sind es leid, Medikamente mit zum Teil riskanten Nebenwirkungen einzunehmen und suchen nach naturnahen Alternativen. Natürliche Heilmittel zeigen den Weg

auf, wieder mehr Verantwortung für die eigene Gesundheit zu übernehmen. „Alle Wiesen und

Matten, alle Berge und Hügel sind Apotheken.“ Paracelsus a. D. 1530

 

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 Marion Fabijenna

 

 

 

 

 

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