Der Stratege - Arsenal: Waffen im Mittelalter

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Arsenal: Waffen im Mittelalter

von Nordstern

Kompositbogen:

Dieser Bogen ist im Gegensatz zum Langbogen und zum Holzbogen nicht aus einem Holz gefertigt sondern aus mehreren Schichten. Der erste Kompositbogen wurde in Südsibieren gefunden, wo man den Bogen mit Geweihen weiter versteift hatte. Der Bogen verbreitete sich in den mediterranen und chinesischen Steppen, da seine Größe und Durchschlagskraft ihn zu einer tödlichen Waffe machte die auch von Pferden aus geführt werden konnte. Bekannt wurde er durch die Hunnen und später den Mongolen, deren militärische Erfolge maßgeblich von diesem Bogen abhingen, da die Europäer den Angreifern wenig entgegenzusetzen hatten. Die Geschichte des Kompositbogens in Europa begann jedoch schon zur Zeit der Römer. Im Krieg zwischen den Römern und Parthern wurde der Bogen genutzt. Dabei griffen die Römer auf den Arcus zurück, einen von den Griechen entwickelten Kompositbogen.

Quelle: http://www.svwesthausen.de/Technik/Reiterbogen.jpg

Die Herstellung eines Kompositbogens war lange und umständlich. Man benötigte bis zu 2Jahre, um einen Bogen herzustellen, weshalb ihm wahrscheinlich der Einsatz in Europa verwehrt blieb. Dabei wurden mehrere Schichten aus Holz und Tierhorn miteinander verbunden. Die Tiermaterialien wiesen dabei im Vergleich zum Holz eine bis zu 4 mal so große Zugfestigkeit auf und Tierhorn hält zudem das doppelte an Druck aus wie Holz, sodass der Bogen viel mehr Energie aufnehmen und speichern konnte. Das Holz wurde im Kompositbogen nur als Träger der Tiermaterialien benutzt. Diese Bauweise machte den Bogen auch dünner und die dünneren Arme des Bogens waren flexibler als herkömmliche Arme. Die Bauweise des Bogens weist eine sehr große Ähnlichkeit mit Damaszenerstahl auf, wo auch mehrere weiche und harte Stahlarten verbunden werden. Der Bogen war kleiner und konnte daher vom Pferd aus benutzt werden und war deswegen bei Reitervölkern sehr beliebt. Die bekanntesten waren wohl die Hunnen und Mongolen aber auch die Comanchen und Türken setzten den Bogen sehr erfolgreich ein. So würdigte die USA noch im 19.Jahrhundert aufgrund dieses Bogens die Comanchen als die "beste leichte Kavallerie der Welt".
Die türkischen Bögen erreichten eine Spannkraft von bis zu 165 Pfund, was sogar die Langbögen übertrifft und eine Reichweite von bis zu 800 m. Der normale Kompositbogen jedoch verfügte über eine Spannkraft von 65 kg und hatte eine Reichweite von 230 m. Da der Bogen jedoch aus Tiermaterialen besteht war er sehr anfällig gegen Feuchtigkeit, was bis zur Zerstörung des Bogens führen konnte. Es ist anzunehmen das unter anderem aus diesem Grund die Hunnen 500 n.Chr Europa verließen.

Armbrust

Die ersten Armbrüste wurden 100 n.Chr in römischen Gebieten gefunden. Die legt den Einsatz der Armbrust als Kriegswaffe durch die Römer nahe. Doch bereits vor den Römern gab es in China Aufzeichnungen über Armbrüste aus dem Jahre 200 v. Chr. Scheins wurden damals die Wehrbauern entlang der chinesischen Mauer bei einer Bedrohung damit ausgestattet. Die Armbrust ist an sich ein einfaches Gebilde. Es handelt sich lediglich um einen Bogen der in der Mitte an einer Holzsäule befestigt und statt durch die Hand durch mechanische Hebel oder Kurbeln gespannt wurde. Je nach Entwicklungsstand wurden dafür einfache Holzbogen, Kompositbogen oder stählerne Bogen benutzt. Der Vorteil dieser Waffe lag in seiner Spannkraft. Durch die mechanische Spannung konnte eine größere Spannkraft mit geringerem Kraftaufwand erzeugt werden als bei einem Bogen. Sein Nachteil war jedoch die Nachladezeit. So konnte man mit dem Langbogen bis zu 10 Schuss/Minute abfeuern, während die Armbrust nur 1-2 Schuss/Minute schaffte. Die gefürchtete Durchschlagskraft wurde dabei aufgrund zweier Faktoren herbeigeführt. Die Konstruktion der Armbrust erlaubte es dem Schützen einen Bolzen zu benutzen. Ein Bolzen war schwerer als ein normaler Pfeil. Dazu kam die deutlich höhere potenzielle Abschussgeschwindigkeit. Ein weiterer Vorteil der Armbrust war seine Genauigkeit. Aufgrund der Bolzenauflage in der Holzsäule konnte der Schütze zielen, während Bögen auf massive Salvenwirkung setzten.

Bildquelle:http://de.wikipedia.org/wiki/Armbrust

Im Jahre 1066 schafften es die Normannen die Armbrust kriegstauglich zu machen, als sie diese in der Schlacht von Hastings einsetzten. 1139 wurde im zweiten Lateranischen Konzil die Armbrust im Kampf Christen gegen Christen verboten, da sie aufgrund ihrer großen Reichweite und Durchschlagskraft im Kampf gegen Ritter als unritterlich galt. König Löwenherz einer der größten Förderer der Armbrust, der ironischer Weise aus dem
Land der Langbögen kam, starb durch einen Armbrustbolzen. Die Zeit der Armbrust wurde jedoch rasch beendet als die ersten Feuerwaffen im 16.Jahrhundert auftauchten. Die Chinesen entwickelten die Repetierarmbrust, die es ermöglichte die geringe Kadenz auszugleichen. Dies ging jedoch auf Kosten der Reichweite und Durchschlagskraft. Daher wurde die Waffe eher zur Verteidigung gegen Massenangriffe eingesetzt.

Entgegen der gängigen Meinung ist die Mehrzahl von Armbrust nicht Armbrüste. Dieser Irrglaube liegt in der falschen Interpretation des Namens begründet. So denken die meisten, dass das Wort Armbrust mit dem Nutzen der Waffe zutun hat. Also man legt es an die Schulter/Brust an. Aber dem ist nicht so. Der Name stammt ursprünglich aus dem lateinischen und hieß arcuballista, zu deutsch Bogenschleuder (arcus=Bogen, ballista=Wurfmaschine). Nachdem Versuch das lateinische Wort
"einzudeutschen" entstammte ein fiktiver Name der die Silben "Arm" und "berust" verband. Der Name Armbrust war geboren. Demzufolge ist auch die Mehrzahl von Armbrust nicht Armbrüste sondern Armbruste oder Armbrusten. Der Plural Armbrüste ist aber bereits so stark in der Gesellschaft verankert, das selbst Duden, welche die korrekte Bezeichnung und auch Wortgeschichte wiedergeben im Plural Armbrüste als eine legitime Alternative zum eigentlich korrekten Plural angeben. Das geht sogar soweit das die Rechtschreibprüfung von Office die eigentlich korrekte Schreibweise als falsch anzeigt und nicht kennt.

zusätzliche Quelle neben Wikipedia:
http://www.duden.de/rechtschreibung/Armbrust

Physik:

Um euch die Kräfte hinter den Waffen besser zeigen zu können und euch die dahinter steckenden physikalischen Regeln zu verdeutlichen hier nun eine Rubrik über die Physik der Fernkampfwaffen.
Um ausrechnen zu können mir welcher Geschwindigkeit und Energie ein Pfeil abgeschossen wird, brauchen wir mehrere Werte. Ich musste kleinere Näherungen vornehmen um die Rechnung übersichtlich zu halten. So gehe ich davon aus das sich Auslenkung der Sehne und Kraft linear verhalten. Diese Annahme gilt jedoch nur bei Auslenkungen von bis zu 40 Grad. Da allerdings die Differenz nur langsam größer wird und ein Bogen selten soweit gespannt wird, dürfte diese Näherung das Ergebnis nicht wesentlich verändern. Als weiter Vereinfachung nehmen wir für die Auslenkung nicht den Winkel sondern die Strecke .

Wobei s0 die Auslenkung bei gespanntem Bogen ist.

Als weitere Informationen haben wir .
Darüber hinaus ist aus der Physik bekannt das die Ableitung der Strecke nach der Zeit die Geschwindigkeit ist und die Ableitung der Geschwindigkeit die Beschleunigung darstellt 

 

Der Stratege - Ausgabe 2/13 15.02.2013
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